Verein „Jung & Alt“ Willstätt plant neue Angebote

von Günter Ferber

Bilanz von zweieinhalb Jahren Corona-Zeit zog der Verein „Jung & Alt – für gegenseitige Hilfe“ am Sonntag. Für die Zukunft plant der Verein unter anderem ein „Repair-Café“.

Gut besucht war die Mitgliederversammlung des Vereins „Jung & Alt – für gegenseitige Hilfe“ am Sonntagmittag im „Treffpunkt“ in Willstätt. Ventilatoren, die von Bürgermeister Christian Huber und Ortsvorsteherin Gabriele Ganz noch kurzfristig vom Rathaus in den „Treffpunkt“ geholt wurden, sorgten dafür, dass es drinnen trotz der draußen herrschenden großen Hitze angenehm war.

Hilfe in Corona-Zeiten
Der Berichtszeitraum umfasste die Zeit von Oktober 2019 bis Juni 2022, da die Corona-Beschränkungen eben vieles nicht zuließen, wovon natürlich auch „Jung & Alt“ betroffen war. In der Hoch-Zeit der Pandemie hatte der Verein einen Einkaufsdienst ins Leben gerufen. Bestellungen wurden entgegengenommen, eingekauft und die Sachen unter Einhaltung der Hygienevorschriften an die Haustür der Menschen gebracht. Auch wurden Impftermine vereinbart und die Impfwilligen ins Impfzentrum gefahren. „Insbesondere um diese Dienste wurden wir von vielen Gemeinden beneidet“, dankte Bürgermeister Christian Huber dem Verein.

Keine Arbeit im Schulgarten
Dennoch mussten viele Angebote eingestellt werden. Auch die Arbeit im Schulgarten, obwohl im Freien, musste zeitweise ruhen. Das längst geplante Gartenfest fiel ebenfalls dem Virus zum Opfer, „aber wir hoffen, es im kommenden Jahr nachzuholen“, so Elvira Walter-Schmidt. Zu Ostern 2020 wurden Primeln an die Haustür der Mittglieder gebracht – doch viele andere Begegnungen waren aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. „Damals dachten wir, es wäre bald vorbei und wir können zu unserem gewohnten Leben zurückkehren“, so Elvira Walter-Schmidt. Natürlich brauchten Menschen die Begegnung mit anderen, aber es stelle sich auch die Frage, ob uns die Langsamkeit nicht auch gutgetan hat.

„Treffpunkt“ platzt aus allen Nähten
Teilweise konnten die Angebote des Vereins in den vergangenen Wochen wieder intensiviert werden. Allerdings platzt der „Treffpunkt“, was die Belegung angeht, aus allen Nähten. Hier müsse eine Lösung gefunden werden, meinte Elvira Walter-Schmidt an die Adresse von Christian Huber. Für die Zukunft plant der Verein die Einführung eines „Repair-Cafés“ – voraussichtlich ab November. Aber so wie der „Treffpunkt“ jetzt organisiert ist, sei das nicht möglich, und der Vererin sei in der Ausführung seines Vereinsziels blockiert. Ein kleiner Raum mit einem riesigen Tisch genüge für vertrauliche Gespräche nicht, „und wir können nicht jedes Mal im großen Raum bestuhlen“, so Elvira Walter-Schmidt. Außerdem sei das keine gemütliche, Vertrauen schaffende Atmosphäre. Und es wäre gut, wenn das Begegnungszentrum am selben Ort wäre wie das „Repair-Café“ – sozusagen als zentrale Anlaufstelle für die Menschen, die in vielfältiger Weise Hilfe benötigen.

Neue Mitglieder gewonnen
Erfreulich: Der Verein hat zahlreiche Mitglieder dazugewonnen, die ihn unterstützen möchten. „Wir haben aber auch eine Warteliste von Hilfsbedürftigen, also sind Helfer immer willkommen“, so Elvira Walter-Schmidt.

Bewährtes Team bleibt im Amt
Nach den Vorstandswahlen bleibt das Führungs-Team des Vereins im Kern zusammen. Vorsitzende Elvira Walter-Schmidt wurde ebenso wiedergewählt wie ihre Stellvertreterin Bärbel Schreiber (die zugleich auch stellvertretende Einsatzleiterin bleibt), Kassiererin Sylke Heineck, Schriftführerin Claudia Eichert-Schäfer und Einsatzleiterin Elke Obrecht. Neu im erweiterten Vorstand sind die Beisitzer Martin Fäßler (Bereich Soziales Miteinander), Ute Huck (Unterstützung „Treffpunkt“) und Irene Künster („Kreative Nadeln“).

Mit Dank aus dem Vorstand verabschiedet wurden die beiden Beisitzerinnen Gerda Lux (Gründungsmitglied) und Helga Teufel, die sich immer tatkräftig im Verein eingebracht haben. Beide stellten sich nicht mehr zur Wahl.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es bei einem gemeinsamen Mittagessen noch Gelegenheit zum Gespräch.

Bürgermeister Christian Huber (links) dankte der Führungsriege des Vereins „Jung & Alt“ (v. links): Kassiererin Sylke Heineck, Einsatzleiterin Elke Obrecht, Beisitzer Martin Fäßler, Bärbel Schreiber (stellvertretende Vorsitzende und Einsatzleiterin), Kassenprüferin Elisabeth Erhardt und Vorsitzende Elvira Walter-Schmidt. Auf dem Foto fehlen die neu gewählten Beisitzerinnen Ute Huck und Irene Künster, Foto: ©Günter Ferber